Kinder & Jugendliche (ab 12 Jahre)

Kinder und Jugendliche erleben viele Veränderungen und Herausforderungen, die sie manchmal aus dem Gleichgewicht bringen können. Nicht immer ist es leicht, das, was sie beschäftigt, in Worte zu fassen. Manchmal zeigt sich Belastung deshalb eher durch Rückzug, Ängste, Wut, Unsicherheit oder Veränderungen im Verhalten.
In der Psychotherapie möchte ich jungen Menschen einen sicheren Raum bieten, in dem sie sich angenommen und ernst genommen fühlen. Durch meine Arbeit als Beratungslehrer im Pflichtschulbereich kenne ich die Herausforderungen, mit denen Kinder und Jugendliche im Alltag konfrontiert sein können. Gemeinsam lässt sich Schritt für Schritt verstehen, was belastet, vorhandene Stärken entdecken und neue Möglichkeiten im Umgang mit schwierigen Situationen entwickeln.
Dabei ist mir wichtig, jedem Kind und jedem Jugendlichen auf Augenhöhe und mit Respekt für seine ganz persönliche Lebenswelt zu begegnen.
Wann kann Therapie sinnvoll sein?
Kinder und Jugendliche durchlaufen unterschiedliche Entwicklungsphasen. Manchmal entstehen dabei Situationen, in denen die bisherigen Möglichkeiten nicht mehr ausreichen und zusätzliche Unterstützung hilfreich sein kann.
Eine Psychotherapie kann beispielsweise sinnvoll sein bei:
Wenn Ängste den Alltag zunehmend bestimmen oder bestimmte Situationen vermieden werden.
Wenn Abwertung oder Konflikte mit anderen das eigene Wohlbefinden belasten und kein Ausweg gefunden werden kann.
Wenn sich ein Kind deutlich verändert, sich zurückzieht oder immer weniger Freude an Dingen hat, die früher wichtig waren.
Wenn Konflikte innerhalb der Familie, Trennung der Eltern oder Schwierigkeiten mit Freundschaften und Beziehungen beschäftigen.
Wenn Fragen rund um Identität, Selbstständigkeit, Zugehörigkeit und die eigene Zukunft zunehmend Raum einnehmen.
Wenn Zweifel an sich selbst, Unsicherheit oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein, zunehmend belasten.
Wenn Veränderungen wie ein Schulwechsel, ein Ausbildungsbeginn oder andere Lebensphasen verunsichern und neue Wege erfordern.
Wenn schulische Anforderungen, Prüfungen oder Konflikte in der Schule zu einer starken Belastung werden.
Wenn Gefühle sehr intensiv werden und es schwerfällt, mit Wut, Frustration, Traurigkeit oder Überforderung umzugehen.
Wenn einschneidende Erlebnisse oder Veränderungen wie eine Trennung, ein Verlust oder andere belastende Erfahrungen schwer zu bewältigen sind.
Nicht jedes schwierige Verhalten von Heranwachsenden bedeutet, dass Psychotherapie notwendig ist. Manchmal kann es aber hilfreich sein, genauer hinzuschauen und sich Unterstützung zu holen. Wenn Sie unsicher sind, ob eine Therapie für Ihr Kind sinnvoll sein könnte, können wir dies gerne in einem ersten Gespräch gemeinsam besprechen.
Es ist wichtig, dass sich ein Kind freiwillig und in seinem/ihren eigenen Tempo auf die Therapie einlassen kann. Wenn zunächst Unsicherheit oder Widerstand da ist, möchte ich keinen Druck ausüben, sondern Raum für ein behutsames Kennenlernen geben. Auf dieser Basis kann herausgefunden werden, was hinter der Zurückhaltung steckt und was es braucht, damit Vertrauen entstehen kann.
Was, wenn mein Kind nicht zur Therapie möchte?
Eine Therapieeinheit dauert 50 Minuten und kostet 80 Euro. Die Termine finden in der Regel wöchentlich statt. Alle weiteren Rahmenbedingungen, wie Verschwiegenheit, Terminvereinbarungen und mögliche Kostenrückerstattungen, besprechen wir gerne im persönlichen Erstgespräch.
Was sind die Kosten und Rahmenbedingungen?
Die Zusammenarbeit mit den Eltern kann ein wichtiger Bestandteil der Therapie sein. Wie und in welchem Umfang Eltern einbezogen werden, richtet sich nach dem Alter, der Situation und den individuellen Bedürfnissen des Kindes oder des/der Jugendlichen. Wir legen gemeinsam fest, welche Form der Zusammenarbeit sinnvoll ist.
Werden Eltern in die Therapie einbezogen?
Zunächst erfolgt ein Erstgespräch (50 Minuten / 60 Euro), um uns kennenzulernen und herauszufinden, welche Probleme bestehen. Mir ist besonders wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich der junge Mensch sicher und ernst genommen fühlt. Eltern können anwesend sein, wenn dies sinnvoll ist oder vom Kind gewünscht wird. Gemeinsam besprechen wir, wie es weitergehen kann und welche Unterstützung hilfreich sein könnte.
Wie läuft die erste Einheit ab?
Mir ist wichtig, zunächst eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und dem jungen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Je nach Alter und Persönlichkeit können neben Gesprächen auch Spiel, kreative Methoden und andere altersgerechte Zugänge zum Einsatz kommen. Dabei steht immer im Mittelpunkt, was das Kind oder der/die Jugendliche in dem Moment braucht.
